Die Hüfte


D
ie Hüfte ist der zentrale Punkt unserer Beweglichkeit. Schmerzt sie, dann sind Mobilität und Lebensqualität erheblich eingeschränkt.

Die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks hat zum Ziel, Ihnen Beweglichkeit und Lebensfreude dauerhaft zurückzugeben.

Der Großteil meiner Publikationen behandelt den Langzeiterfolg zementfreier Hüftendoprothetik.

Diese Seite vermittelt Ihnen Wissenswertes zur Hüft-Endoprothese. Sie kann aber nicht den Besuch in meiner Ordination ersetzen.

Ihr Dr. Alexander Grübl

Siehe auch FAQ!


Wie funkioniert das Hüftgelenk?

Das Hüftgelenk ist ein Kugelgelenk. Es verbindet Rumpf und Beine.

Die Hüftpfanne ist Teil des Beckens. Der Hüftkopf ist der oberste Teil des Oberschenkels.

Beide sind mit Knorpel überzogen, der als Stoßdämpfer wirkt.

Das Gelenk ist von der Gelenkskapsel umschlossen, deren Innenschicht die Gelenkflüssigkeit produziert, die den Knorpel ernährt und die Reibung reduziert.

     

Wie kommt es zur Schädigung des Hüftgelenks?

Häufigste Ursache für Schmerzen im Hüftgelenk ist der Verschleiß des Gelenksknorpels (Arthrose). Er kann durch Wachstumsstörungen, angeborene Fehlstellungen, Unfälle mit Verletzungen des Hüftgelenks oder Rheumatoide Arthritis (cP, chronische Polyarthritis)

verursacht sein. Oft ist die Ursache unbekannt.

Auch Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes im Endstadium (Hüftkopfnekrose) können eine Operation notwendig machen.

Durch den Abrieb des Gelenksknorpels kommt es zu einer Verformung des Gelenks, die meist mit starken Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit einhergeht. Diese machen sich zunächst bei Belastung bemerkbar, später schon im Ruhezustand.


Was ist eine Hüft-Endoprothese?

Die Hüft-Endoprothese (Hüftgelenksersatz)
besteht aus verschiedenen Materialien. Für Pfanne und Schaft werden in Österreich fast ausschließlich Titanlegierungen verwendet, die sich durch hohe Festigkeit und sehr gute Verträglichkeit auszeichnen und ohne Knochenzement implantiert werden, z.B. die Zweymüller®-Prothese.

Die Köpfe sind entweder aus Keramik (Aluminium-Oxyd) oder Metall (Kobalt-Chrom) gefertigt und werden mit medizinischem Kunststoff (Polyethylen) gepaart, die besonders gute Gleiteigenschaften aufweisen. Es gibt, vor allem für junge Patienten, auch Keramik-Keramik und Metall-Metall Paarungen.

In der Regel müssen erkrankte Hüftgelenke komplett ersetzt werden. Man spricht dann von einer Total-Endoprothese.


Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Operation?

Über den Zeitpunkt der OP entscheiden Sie als Patient.

Üblicherweise operiere ich meine Patienten, wenn sie ein bestimmtes Mass an Schmerzen und die damit verbundene Einbusse an Lebensqualität nicht mehr hinnehmen möchten.

Es gibt kein „zu jung“ und kein „zu alt“, entscheidend sind die Beschwerden. Sie sollten mit dem Eingriff nicht zu lange warten, so dass Sie jedenfalls in gutem Allgemeinzustand operiert werden können


Was passiert bei der Operation?

Grundsätzlich wähle ich für Sie einen operativen Zugang, der so minimal invasiv wie möglich, aber so groß wie nötig ist, um die Prothesenteile optimal platzieren zu können.

Die Operation dauert in der Regel eine Stunde. Sie kann in Vollnarkose oder Spinalanästhesie („Kreuzstich“) durchgeführt werden.

Wie werde ich wieder mobil?

Bereits am ersten Tag nach der Operation dürfen Sie aufstehen. Das hilft Komplikationen zu vermeiden und beschleunigt den Heilungsprozess.

Intensive Physiotherapie führt zu Muskelaufbau und Verbesserung der Beweglichkeit. Ihre Mitarbeit entscheidet maßgeblich über den Erfolg der Operation.

Wie sieht das Leben mit einem künstlichen Hüftgelenk aus?

Moderne künstliche Hüftgelenke haben eine Haltbarkeit von mehreren Jahrzehnten.

Sie werden schnell merken: Ihr Alltag verläuft für Sie mit einem Implantat völlig normal. Sie können auch weiterhin Sport betreiben, ideal sind Radfahren, Schwimmen und Wandern.

Man sagt von der Hüfte, dass sie von den Patienten „vergessen“ wird, sie wird ein Teil von Ihnen.

Wissenschaftliche Literatur: Siehe „Über mich - Publikationen“

www.jbjs.org

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